Boeing B-17 G "Flying Fortress"

398th Bomb Group, 601st Bomb Squadron, Kennung 43-37889

Absturz Mechtersheim

Absturzstelle seines deutschen Kontrahenten ebenfalls entdeckt!



Hinweise aus der Bevölkerung, vor allem die von Zeitzeugen, sind sehr wichtig für unsere ehrenamtliche Arbeit. Ein Hinweis eines Zeitzeugen aus Mechtersheim, der auf unsere Arbeit aufmerksam geworden war, ergab, dass im 2. Weltkrieg in Mechtersheim ein viermotoriger amerikanischer Bomber abgestürzt war. Er hat den Absturz, den Ablauf , aber auch die Geschehnisse danach, damals genau beobachtet. Der Zeitzeuge konnte noch genau erzählen was damals alles stattgefunden hat und er wusste genau, wo das Flugzeug heruntergekommen war. Und mehr! Ein anderer Zeuge hat sogar heute noch eine Karte, die er damals an der Absturzstelle des amerikanischen Bombers gefunden hat. Die Aussage des Zeitzeugen beinhaltete aber auch, es wäre am gleichen Tag fast zur gleichen Minute, am anderen Ende von Mechtersheim noch ein Flugzeug, diesmal ein deutsches Jagdflugzeug, abgestürzt. Und beide Flugzeugabstürze stehen unmittelbar miteinander in Verbindung. Aber fangen wir von vorne an, bei dem amerikanischen Bomber.


Als wir von dem Absturz des amerikanischen Bombers, der laut unseren Recherchen am 20. Januar 1945 tagsüber nach einer Mission über Ludwigshafen/Mannheim stattfand, erfuhren (dort hat das Flugzeug ein militärisches Ziel, die Brücke zwischen Mannheim und Ludwigshafen bombardiert), und der Zeitzeuge uns die Absturzstelle zeigte, wurden wir bereits sehr schnell an der Acker-Oberfläche, durch einfaches „Drüberlaufen“ ohne irgendwelche Hilfsmittel, Anfang 2018, fündig. Wir konnten nach einer kurzen Geländebegehung an der mutmaßlichen Stelle bereits erste Flugzeugteile bzw. eindeutige Hinweise eines Absturzes von der Ackeroberfläche auflesen.

 

Plexiglas, Flugzeugteile aus Plastik, Aluminium, Gummi, ein Uhrarmband, Bakelitreste, im Feuer explodierte Patronen im Kaliber 12,7 mm (.50, amerikanisch), und sonstige Flugzeugteile konnten aufgesammelt werden, da der Pflug diese bereits hochgepflügt hatte. Außerdem hatte es am Vortag ausgiebig geregnet und deshalb war vor allem das vom Sand freigespülte Plexiglas des Cockpits und der MG-Kanzeln, das an mehreren Stellen fragmentarisch herumlag, gut zu erkennen. Es genügen uns schon Kleinteile, aus zB. obengenannten Materialien bestehend, um die Stelle als Absturzstelle identifizieren zu können. Eine abgeschossene amerikanische,  an der Absturzstelle aufgelesene Patronenhülse im Kaliber 12,7mm konnte anhand des Bodenstempels einer Fabrik in St. Louis im Bundesstaat Missouri, USA, zugeordnet werden, wo sie in 1944, also im Jahr vor dem Absturz, produziert worden war.



                                   Fundzustand.                                    Herstellercode (SL: St. Louis Ordnance Plant, Missouri, USA, 1944)


Das Flugzeug ist damals lt. Zeugenaussage fast komplett ausgebrannt. Flugzeugreste, die an der Oberfläche lagen, wurden nach dem Krieg entsorgt/abtransportiert. Diese abgeschossene Patronenhülse dürfte beim Abtransport der Flugzeugreste heruntergefallen und  liegen geblieben sein. Der Boden im Rumpf eines Flugzeuges war während und nach einem Luftkampf meist übersät mit abgeschossenen Patronenhülsen. 

 

An der Absturzstelle wurden auch Patronenreste/Patronenhülsen gefunden, bei denen das Zündhütchen noch nicht abgeschlagen war (die Patronen damals nicht abgeschossen worden sind), was zeigt, dass diese höchstwahrscheinlich in dem Feuer an der Absturzstelle erhitzt/explodiert sind. Die Geschosse der im Feuer der Absturzstelle explodierten Patronen, die an der Oberfläche des Feldes durch uns gefunden wurden, können  zweifelsfrei dem amerikanischen Flugzeug zugeordnet werden. Bei im Feuer explodierten Patronen besitzen Geschosse nämlich nie die charakteristischen Merkmale der „Felder und Züge“ vom Laufinnern des Maschinengewehrs. Diese hinterlassen Spuren/Rillen auf dem Geschoss, wenn ein Geschoss bereits abgefeuert worden wäre. Das ist bei den durch uns aufgelesenen fünf Geschossen nicht der Fall.


                                                                                Fundzustand: Nicht abgeschossene 12,7mm /.50 Geschosse


Munitionsarten 12,7 x 99mm (.50 Cal.)

Courtesy of http://www.nebraskaaircrash.com by Jerry Penry, Denton, Nebraska, USA


Anhand der Farbreste auf den Geschossspitzen wurde durch uns festgestellt, dass die Geschosse noch eine Brandladung enthielten. Die Munitionsreste wurden dem Kampfmittelräumdienst Räumgruppe Worms übergeben.

 

Da das was gefunden wurde alles nur erste Oberflächenfunde betrifft, wird für 2019 für diese Stelle eine Nachforschungsgenehmigung bei der Denkmalbehörde beantragt werden, damit alles genauestens mit Metalldetektoren und ggfs. mittels Siebanlage untersucht, dokumentiert und für die Zukunft erhalten werden kann. Die Stelle war praktisch vergessen und ohne den Zeitzeugen hätte es lange gedauert, wenn überhaupt, bis diese Stelle gefunden worden wäre. IG Heimatforschung Rheinland-Pfalz wird diese schicksalshafte und geschichtsträchtige Absturzstelle wieder aus der Vergessenheit holen, mit dem Ziel, einen Gedenkstein samt Infotafel zu realisieren.



Auf einem aufgelesenen, markanten Aluminium-Flugzeugfragment des amerikanischen Bombers war noch deutlich eine eingestanzte Teile-Nummer zu erkennen. Ein wichtiger Hinweis bzw. eine Zuordnungsmöglichkeit. Da laut amerikanischen Datenbanken bei Mechtersheim nur ein amerikanischer Bomber, eine B-17, umgangssprachig „Fliegende Festung“ genannt, mit der Kennung 43-37889, abgestürzt war, konzentrierten wir uns zunächst auf diesen Flugzeugtyp und überprüften zuerst Teilelisten einer B-17, von der der IG Heimatforschung, wie von allen anderen wichtigen Flugzeugtypen auch, Teilelisten vorliegen.


Auszug Teilekatalog B17-G, 1945


Eine kurze Überprüfung der auf dem Wrackteil aufgefundenen Nummer ergab, dass es sich tatsächlich um das Fragment eines Flügelbauteils eines viermotorigen Bombers vom Typ B-17G bzw. um eine „Fliegende Festung“ handelt. Das abgestürzte Flugzeug in Mechtersheim gehörte zur 398th Bomb Group, 601st Bomb Squadron und war abgeflogen vom Stützpunkt Nuthampstead in Hertfortshire, nahe Cambridge/London, Vereinigtes Königreich. Dort ist jetzt ein Museum:   https://www.nuthampsteadairfieldmuseum.com/ . Bei dem Absturz der obengenannten Maschine (43-37889) waren zwei Insassen der 9-köpfigen Besatzung umgekommen. 


Maschine  Absturz Mechterheim, Kennung 398 BG/601 BS (W/30B), 43-37889


Es existiert sogar noch ein Foto von dem amerikanischen Flugzeug das in Mechtersheim abgestürzt ist. Es wurde bei einem vorhergehenden Einsatz Ende 1944/Anfang 1945, kurz vor dem Absturz, von einem Fotografen im Bomberverband gemacht.


Im örtlichen Polizeibericht von Oberlustadt vom 21.01.1945 (datiert 1 Tag nach dem Absturz) und im amerikanischen Verlustbericht bzw. im „Missing Air Crew Report (MACR)“ dieser Maschine vom US Verteidigungsministerium fanden wir noch weitere Fakten diesen Absturz betreffend. Im MACR sind auch die Zeugenaussagen der Überlebenden bzw. mit dem Fallschirm abgesprungenen Besatzungsmitglieder festgehalten und es wird beschrieben, was im Flugzeug passierte, bevor das Flugzeug abstürzte, aber auch, wie andere Piloten im gleichen Bomberverband den Absturz am Anfang wahrnahmen, als das Flugzeug plötzlich die Formation verließ. 



Fest steht, das Flugzeug wurde schon, bevor es seine Bomben abwarf, durch Flak getroffen. Der Pilot konnte das Flugzeug aber noch einigermaßen stabil halten, um die Mission durchführen und seine Bomben über dem geplanten Ziel, die Brücke zwischen Mannheim und Ludwigshafen, abwerfen zu können. Danach bekam das Flugzeug ernste Schwierigkeiten, verließ die Formation, geriet in  Brand und stürzte ab. Fest steht auch, dass zwei Amerikaner kurz danach ihr Leben verloren. Der Pilot, Second Lieutenant (2LT) James R. Mitchell aus Texas verbrannte hinter dem Steuerknüppel an der Absturzstelle. Er hatte alle vorher aussteigen/abspringen lassen und ist bis zum Schluss an Bord geblieben in der Hoffnung, das Flugzeug noch notlanden zu können. Einer der Fallschirmspringer, Nelson Beyer, verstarb ebenfalls. 


   Fragment eines „Dead Reckoning Computers“, Absturzstelle Mechtersheim - Beispielbild DRC Mod. AN5835-1, 1944, USAAF


Zu einem der ersten Oberflächenfunde an der Absturzstelle gehört ein Fragment eines „US Air Force Pilots Dead Reckoning Computers“, Modell USAAF AN5835-1. Es trägt Brandspuren. Es kann dem Piloten Mitchell, dem Co-Piloten Skubik oder dem Navigator Hughes zugeordnet werden. Mit der Gradskala wird der sog. Windkorrekturwinkel (WCA-Wind Correction Angle) ermittelt. Dieser gleicht als Vorhaltewinkel die Winddrift aus und somit fliegt der Pilot eine direkte Strecke. Ohne Kurven, denn dadurch würde die Strecke unnötig länger werden. Gerade im Kriegseinsatz war das wichtig (Reichweite, nötiger Sprit, Verweilzeit über dem Feindgebiet*).                                                                                 *Mit Dank an Ralph-Ingo Stumpf, Pilot IG Heimatforschung



Laut Zeitzeugenaussage: Das Flugzeug machte, nachdem es über den Rhein aus Richtung Philippsburg  angeflogen kam, eine große Kurve und flog brennend aus Richtung Weingarten/Schwegenheim kommend in Richtung Mechtersheim. Bei Rheinsheim war vorher schon ein Fallschirmspringer (Funker Sgt. Charles F. Spear) abgesprungen. Er wurde zunächst nach Germersheim gebracht, wo er medizinisch versorgt wurde. Er hatte sich beim Absprung verletzt. Ein anderer Fallschirmspringer wurde bei Weingarten aufgegriffen und nach Lachen-Speyerdorf gebracht. Sergeant (SGT) Nelson R. Beyer aus Pennsylvania, der Flugingenieur, mit  Zweitfunktion Turmschütze im oberen MG-Turm, wurde lt. Abschussbericht in Oberlustadt durch Soldat Erwin K. aus Edenkoben tot am Fallschirm aufgefunden. Der Fallschirm erwies sich lt. Polizeibericht als „beschädigt“ und konnte sich deshalb wohl nicht richtig öffnen.



Jetzt kommt das zweite Flugzeug bzw. die zweite Absturzstelle in den Fokus. In den letzten Sekunden vor dem Absturz heftete sich dem über Mannheim bereits durch Flak getroffenen und brennenden Bomber laut dem Zeitzeugen aber zusätzlich noch ein deutsches Jagdflugzeug vom Typ Me109 (Einsitzer) oder Focke Wulf Fw190 auf die Fersen und es kam zu einem Feuergefecht, wobei sich beide Flugzeuge gegenseitig mit Machinengewehren beschossen. Der Zeitzeuge konnte den Luftkampf genau beobachten. Dann passierte das Unerwartete: Ein oder mehrere MG´s des mittlerweile in Flammen stehenden amerikanischen Bombers, der mit schweren MG´s vom Kaliber 12,7 mm bzw. Cal. .50 zurückfeuerte (das Flugzeug hatte bis zu 13 schwere Maschinengewehre an Bord und wurde deshalb „Fliegende Festung“ genannt), trafen das deutsche Flugzeug, obwohl das amerikanische Flugzeug selbst bereits am Abstürzen war. 



Das deutsche Flugzeug bog abrupt ab und stürzte plötzlich sehr steil herunter und verschwand aus dem Sichtfeld des Zeitzeugen, hinter den Häusern. Es stellte sich im nachhinein heraus, dass es sich am anderen Ende von Mechtersheim senkrecht in einen Acker gebohrt hatte. Ein Fallschirmabsprung wurde dort nicht mehr beobachtet. Dafür ging alles zu schnell. Am Folgetag kam eine Abordnung der Luftwaffe aus Speyer und Soldaten grüßten am Absturzkrater. Ein letzter Gruß an ihren Kameraden, bevor sie sich wieder vor den überall auf Jagd befindlichen amerikanischen Tieffliegern in Sicherheit bringen mussten.


Im amerikanischen Flugzeug herrschte pures Chaos. Den Absturz des deutschen Jagdfliegers am anderen Ende von Mechtersheim konnten sie selbst wohl nicht mehr sehen.  Alles war mittlerweile voller Rauch. Die restlichen Amerikaner sprangen, inzwischen nur noch wenige Sekunden vor dem Absturz, mit dem Fallschirm ab und zwei Fallschirmspringer kamen lt. Polizeibericht unweit der Absturzstelle des amerikanischen Bombers herunter. Acht Insassen außer einem, dem Piloten, waren inzwischen  abgesprungen.

 

Sekunden später krachte der amerikanische Bomber endgültig in einen Acker. Es brannte lichterloh. Nach Aussagen der überlebenden Kameraden wollte der Pilot James Mitchell das Flugzeug nicht verlassen. Statt dessen befahl er seinen Kameraden, abzuspringen. Trotz  der Zurufe seiner Kameraden hat der Texaner sich geweigert, selbst das Flugzeug zu verlassen. Mitchell verstarb beim Aufprall und verbrannte bis zur Unkenntlichkeit. Seine sterblichen Überreste ruhen heute auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof von St. Avold in Frankreich, bei Saarbrücken. Dort liegen auch  die sterblichen Überreste seines bei Oberlustadt umgekommenen Kameraden, Flugingenieur Nelson Beyer, neben fast 10.000 anderen amerikanischen Soldaten. 


James Mitchell. Pilot B17 43-37889. Gefallen in Mechtersheim/Pfalz


Nelson Beyer, Flugingenieur/Turmschütze B-17 Serial 43-37889. Gefallen in Lustadt/Pfalz


Ein amerikanischer Fallschirmspringer landete unmittelbar neben der Absturzstelle, in Sichtweite des brennenden Wracks, und wurde fast gelyncht. Laut dem Zeitzeugen versammelte sich eine aufgebrachte Menge nahe der Stelle, wo der Fallschirmspringer im Acker gelandet war. Der Zeitzeuge sieht den Amerikaner heute noch im Acker stehen, als er sich von seinem Fallschirm befreit. Die Menschenmenge wurde immer aggressiver. Der örtliche Pfarrer versuchte, die Lage zu beruhigen. Die SS und der Pfarrer brachten den Fallschirmspringer ins örtliche HJ(Hitlerjugend)-Heim im Zentrum von Mechtersheim. 

 

Alle anderen Fallschirmspringer wurden nach und nach in der Gegend eingesammelt. Einer wurde bewusstlos am Altrhein auf dem Eis gefunden (Co-Pilot 2LT Henry A. Skubik). Als er zu sich kam, standen bereits deutsche Soldaten neben ihm. Die sieben Überlebenden wurden in ein Kriegsgefangenenlager gebracht. Alle gefangen genommenen Flugzeuginsassen überlebten den Krieg. Nach dem Absturz erfuhr Skubik von deutschen Soldaten, dass zwei seiner Kameraden beim Absturz ums Leben gekommen waren.  



Der Sohn eines tschechischen Immigranten, Co-Pilot Henry „Hank“ Skubik, der schon in seiner Jugend durch seinen Vater mit dem Fliegervirus angesteckt wurde, und bei Mechtersheim mit dem Fallschirm auf dem Eis landete, wurde am 29. April 1945 von eigenen Panzertruppen aus dem Kriegsgefangenenlager Stalag VIIA bei Moosburg befreit. Seine beiden Söhne waren genauso begeistert vom Fliegen wie ihr Vater. Sie wurden ebenfalls Piloten. Unter anderem bei United Airlines. Eine Fliegerfamilie. Henry „Hank“ Skubik verstarb am 3. Januar 2018 in Florida. Er wurde 94 Jahre alt. 


Co-Pilot Henry „Hank“ Skubik (1923-2018)


Das Flugzeug, fast komplett ausgebrannt, diente Wochen später noch als Ziel für nagelneue Tiger-Panzer, die ihre Kanonen einschießen mussten, bevor es weiter ging an der Front. Die Panzer vom Typ (Königs-)Tiger waren in Lingenfeld abgeladen und nachts in den Bereich Mechtersheim verlegt worden. Bei der weiteren Verlegung in den Tagen darauf gab es ein verlustreichen Tieffliegerangriff auf die Kolonne zwischen Mechtersheim und Schwegenheim. Diese Geschehnisse werden auch Gegenstand einer weiteren Nachforschung der IG Heimatforschung werden. 


Erste Oberflächenfunde des deutschen Flugzeuges, das am 20.01.1945 bei Mechtersheim abgestürzt ist


Was mit dem Piloten der abgeschossenen deutschen Maschine genau passiert ist, bzw. wer das genau war, wird ein separates Projekt der IG Heimatforschung klären. Die Stelle des deutschen Flugzeugs wurde am 24. Mai 2018 durch die IG Heimatforschung Rheinland-Pfalz  in einem Acker am anderen Ende von Mechtersheim gefunden und anhand der markanten Fundstücke als Absturzstelle eines deutschen Flugzeugs identifiziert. Der Zeitzeuge konnte, wie an der Absturzstelle des amerikanischen Bombers auch, sehr genaue Ortsangaben zur Absturzstelle  machen. Er und seine Freunde waren damals, als Kinder, an allem beteiligt, was in und um Mechtersheim herum geschah. Deshalb sind Zeitzeugen von damals so wichtig für unsere Arbeit. 



Erste eindeutige Flugzeugteile wurden auch hier an der Oberfläche aufgelesen. Die Denkmalbehörde in Speyer wurde bereits über beide Fundstellen in Kenntnis gesetzt. Wer in dem amerikanischen Bomber geflogen ist, die Mission, etc. konnte bereits lückenlos recherchiert werden. Bei dem deutschen Flugzeug stehen wir noch am Anfang. Obwohl wir bereits erste Hinweise (wer das Flugzeug geflogen haben könnte) haben. Das Wichtigste ist aber, wir haben beide Absturzstellen gefunden. Zwei Absturzstellen, die direkt miteinander in Verbindung stehen und beide Seiten repräsentieren. 

 

Eine Nachforschungsgenehmigung der Denkmalbehörde wird hier ebenfalls für 2019 avisiert, damit beide Stellen, die des amerikanischen Bombers und die des deutschen Flugzeugs, lückenlos mit VLF- und PI-Metalldetektoren (Very Low Frequency und Pulse Induktionsgeräte) sowie Magnetometer untersucht werden, und so neue Erkenntnisse gewonnen werden können. 

                                           Focke-Wulf Fw 190                                                                    Messerschmitt Bf 109


Es spricht alles dafür, dass der Flugzeugführer des deutschen Flugzeugs (vermutlich vom Typ Fw 190 oder Me Bf 109) noch im Boden ruht. Der tiefe Krater wurde offenbar in den Kriegswirren der letzten Kriegsmonate zugeschüttet und vergessen. Unsere Erkenntnisse werden der Denkmalbehörde detailliert übermittelt werden. Evtl.  weitere zukünftige Maßnahmen werden nur in Absprache mit der Denkmalbehörde in Speyer, sonstigen erforderlichen Behörden und ggfs. einem Umbetter der Deutschen Kriegsgräberfürsorge stattfinden.                                                                                                                                                                      Erik Wieman


Rheinpfalz, 09.07.2018
Rheinpfalz, 09.07.2018

In Bearbeitung/To be continued!